Hakenkreuze an den Wänden und Hitlergrüße im Schulalltag: Nach dem Bekanntwerden nationalsozialistischer Symbole an Schulen im Altenburger Land und Ostthüringen schlagen die Jusos nun Alarm. Max Bretzmann, Kreisvorsitzender der Jusos Altenburger Land, sieht in diesen Vorfällen die direkte Folge einer zunehmenden gesellschaftlichen Enthemmung und rechter Hetze. Er kritisiert scharf, dass politische Bildung oft nur als Randthema behandelt werde, was sich nun in der Verrohung unter Jugendlichen räche.
Besonders problematisch sei laut Bretzmann ein „falsch verstandenes Neutralitätsgebot“, welches Lehrkräfte verunsichere und sie daran hindere, demokratiefeindlichen Aussagen klar zu widersprechen. Die Jugendorganisation betont ihre Solidarität mit jenen Pädagogen, die Haltung zeigen, warnt jedoch davor, diese mit der gesellschaftlichen Problematik allein zu lassen. Um die demokratische Kultur an Schulen zu schützen, fordern die Jusos eine konsequente Stärkung der Lehrer sowie eine Aufwertung der politischen Bildung. Wer erwarte, dass Schulen die Verrohung der Gesellschaft auffangen, müsse auch die dafür notwendigen Rahmenbedingungen schaffen.