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Montag, 2. November 2026
Regionales

Protest gegen Altenburger Industriepark

Von Redaktion · 22.08.2024, 18:03 Uhr
Traktor mit Protestbanner „Stopp! Kein Industriepark Altenburg/Windischleuba“ auf einem Platz in der Altstadt

In der Stadtratssitzung und auch vor dem Rathaus protestierten vor allem Landwirtschaftsbetriebe und Besitzer von landwirtschaftlichen Flächen gegen den geplanten Industriepark Windischleuba. Schon seit längerer Zeit macht auch der Kreisbauernverband gegen eine erneute Versiegelung von Flächen mobil. Eine Vertreterin der Agrargenossenschaft Gerstenberg machte deutlich, dass ihr Unternehmen acht Prozent der Fläche und damit einen Mitarbeiter verlieren würde. 60 Prozent der Eigentümer würden ihre Flächen nicht verkaufen, so dass ein Festhalten an dem Park keinen Sinn machen würde.

Altenburgs Oberbürgermeister, André Neumann, verdeutlichte, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt mit dem Industriepark vorangebracht werden müsse. Vor allem für junge Altenburger könne Industrie eine Bleibeperspektive liefern. Neumann sei mit dem Kernthema seines Wahlkampfes, dem Industriepark, gewählt worden und damit der Mehrheit der Altenburger verpflichtet. Gleichzeitig müssten Unternehmen, die größere Gewerbeflächen suchen, inzwischen von der Stadt Altenburg abgewiesen werden.

Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung soll ein Vertrag mit der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) zur Entwicklung des Gebietes geschlossen werden. Dafür erhalten die Stadt und die Region 60 Millionen Euro Fördermittel bei nur einer Million Eigenmittel.

Im Rahmen des Entwicklungsverfahren bis zur Baureife würden, laut Neumann, auch die Bedenken von Landwirtschaftsbetrieben oder Anwohnern berücksichtigt.