Altenburg, 26.05.2018 00:27 Uhr

Regionales

Schweinepest weiter auf dem Vormarsch

Altenburg. Nach neuesten Erkenntnissen breitet sich die Afrikanische Schweinepest nicht durch wandernde Wildschweine, sondern durch unachtsam weggeworfene Lebensmittel über weite Strecken aus. Vor dem Hintergrund der sich weiter  ausbreitenden afrikanischen Schweinepest in Ostpolen, Litauen, Lettland, Estland, Ukraine, Osttschechien, Rumänien und Ungarn bei Wild- und Hausschweinen weist der Fachdienst Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Landratsamtes auf die unbedingte Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen hin.

 

Fleisch, Rohwürste und Schinken aus Fleisch von infizierten Wild- oder Hausschweinen sind bis 6 Monate, Gefrierfleisch über Jahre  infektiös. Deshalb auf keinen Fall Reste solcher Lebensmittel unachtsam wegwerfen oder auf den Kompost entsorgen. Wildschweine oder Hausschweine würden sich bei Aufnahme dieser Reste infizieren und an der Seuche erkranken. Besondere Vorsicht ist im Reise- oder Urlaubsverkehr in und aus den betroffenen Regionen Ost- und Südosteuropas geboten. Weitere Informationen und Merkblätter finden Sie im Internet unter www.bmel.de/asp

 

Küchen- und Speiseabfälle dürfen nicht an Schweine verfüttert werden.

Der Kontakt von Hausschweinen zu Wildschweinen ist sicher zu verhindern.

Futtermittel, Einstreu und sonstige Gegenstände, die im Schweinebestand Verwendung finden, sind so zu lagern, dass Wildschweine keinen Zugang haben.

Bestandsfremden Personen keinen Zugang zum Schweinebestand gewähren.

Einstallung von Schweinen nur aus bekannter Herkunft.

Bei Erkrankungen, Verlusten und Leistungsdepression der gehaltenen Schweine einen Tierarzt hinzuziehen.

 

„Die afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende Viruserkrankung mit hoher Sterblichkeit, die ausschließlich Schweine (Haus- und Wildschweine) betrifft. Die Tiere aller Altersgruppen erkranken schwer mit vielfältigen, unspezifischen Allgemeinsymptomen wie: hohem Fieber, Schwäche, Durchfall, Fressunlust, Bewegungsstörungen, Blutungsneigungen, Verferkeln. Das Virus ist in der Umwelt sehr stabil und kann mit Blut, Körpersekreten, Ausscheidungen, aber auch über Fleisch und Fleischprodukte übertragen werden. Für Menschen ist diese Seuche nicht gefährlich“, erklärt Amtstierarzt Matthias Thurau.

 

weitere Meldungen aus dieser Rubrik

24.05.2018

Von Hochprozentigem und Wissenschaft

Altenburg wünscht sich schon seit Jahren, Hochschulstandort zu werden. Einen kleinen Schritt dazu geht jetzt die Altenburger... [mehr]

14.05.2018

Gedenken an einen Künstler

"Stolpersteine", die an ehemalige jüdische Mitbürger erinnern, gibt es auch in Altenburg. Einer befindet sich zu Füßen der... [mehr]

13.05.2018

Hoheiten treffen sich

Dass Schmölln eine Knopfprinzessin hat, das ist allgemein bekannt. Und das eben diese Prinzessin auch viele Freunde hat, das... [mehr]

12.05.2018

Stadtmenschfestival in Vorbereitung

Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. Ende Mai ist für Altenburg seit Längerem eine besondere... [mehr]

16.05.2018

Figuren zurück auf dem Dach

Für so manchen Passanten war es möglicherweise ein erschreckender Anblick ein großer Kran vor dem Lindenau Museum. Doch keine... [mehr]

16.05.2018

Besorgt über Zunahme bei Drogentoten

Erfurt - "Thüringen ist eines der wenigen Bundesländer, in dem die Zahl der Drogentoten steigt. Die laxe Drogenpolitik der... [mehr]

16.05.2018

Thomas Röhler lässt die Herzen höher schlagen

Ganz entspannt kommt er in die Skatbankarena gelaufen, vollkommen unbehelligt von jungen Fußballern, die den Olympiasieger im... [mehr]

22.05.2018

Ländliches Leben durch Ehrenamt

Viel ist von Landflucht die Rede. Ganze Landstriche in Deutschland verlieren ihre Bewohner, da in den ländlichen Regionen Ärzte,... [mehr]

24.05.2018

Vom Fisch zur Baustelle

Fast etwas unbemerkt läuft derzeit eine durchaus größere Investition in Altenburgs Innenstadt. Lediglich, wer den... [mehr]